Leidenschaftlich, fett und zufrieden – oder besser mal „Nichts-tun“

Was ist Leidenschaft? Sind wir wirklich zu fett? Darf ich als Deutscher zufrieden sein? Was tun wenn die Weste nicht mehr ganz Blüten rein ist? Wer braucht Kapitalismus, was will Politik und wie verteilt sich Verantwortung?

Die Finanzwelt kollabiert regelmäßig, der Staat borgt sich Geld um die Banken zu retten und langsam frage ich mich: Wer hier eigentlich verrückt ist?

Was ist  „Verrücktheit“ und wie gehen wir mit Wahnsinn am besten um?

Wikipedia beschreibt Wahnsinn als bestimmte Verhaltens- oder Denkmuster, die nicht der akzeptierten sozialen Norm entsprechen. Hierbei gibt es abhängig von Kulturepoche, Zeitgeist und Person unterschiedliche Sichtweisen auf die Formen der Ausprägungen und Bezeichnungen. Sie reichen von der in der Antike als nützlich betrachtete Ausprägung des Sehertum,  über den mittelhochdeutschen Wahnwitz, hin zur ganz normalen Verrücktheit (z.B. Künstler, zerstreute Professoren) und organisch bedingtem, angeborenem Blödsinn.Japanischer Garten

Häufig zeigen sich die Symptome über den Kontrollverlust der Affekte. Triebe und Emotionen werden ungebremst ausgelebt, Folgen werden nicht bedacht und Handeln findet ohne Sinn und Verstand statt. Die  Betroffenen sind nicht mehr in ihrer sozialen „Mitte“- sind im wahrsten Sinne des Wortes „ver- rückt“.

Unterschiedliche Erklärungsmodelle bestimmen die Wahl der Therapieformen, und so reichen die Behandlungsformen und Umgangsweisen vom Hirn- OP, über Zwangsverwahrung bis zur Anbetung der Auserwählten.

Genial ist was gefällt, Geiz ist geil und Schwachsinn hat Vorfahrt. Leidenschaftliche Konsumenten, mit fettem Konto und gut gepflegter, dickleibiger Zufriedenheit scheitern nicht selten an der eigenen Trägheit und Imagesorge. Doch es gibt Hoffnung. Tiefgreifende Veränderungen stehen in den Sternen. Die Maya prognostizieren für den 21.12. 2012 den Untergang der Welt. Was also tun?

Schnell noch die Survival- Sandmalereiausrüstung zusammenstellen, Fluchtplan erarbeiten und ab nach Tibet? Wir könnten auch Gleichgesinnte suchen, einen gemeinsamen Suizid anvisieren und dann am 21.12. hoch die Tassen. Vorher bitte noch alle Ersparnisse und Vermögenswerte an Peasymaker überweisen.

Oder ist es besser, wenn wir frei nach dem Motto einer guten Freundin: „Ist der Ruf erst ruiniert, dann lebt es sich ganz ungeniert“ – nochmal so richtig die Sau raus lassen.

Angesicht der normal werdenden Stress bedingten Volkskrankheiten und zunehmenden Burnoutzuständen könnten wir uns zur Abwechslung in der Lebenskunst des Tao üben. Also frei nach Laotse, mal gar nichts tun, handeln durch Nichteingreifen. Wu wei– die Kunst zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu tun. Einfach Handy aus, Ipad weg und dann Geschehen lassen.

Ihr Peasymaker